HowahlSpies - Restauratoren GbR
HowahlSpies - Restauratoren GbR -

Die Kassettendecken in den Kolonnaden auf der Museumsinsel, Berlin – Mitte

Stuck
Putzergänzung
Stuckergänzung als Profilzug vor Ort
Herstellung von Stuckprofilen (Tischzug)
Fassungsfestigung
Fassungsfreilegung
Neufassung ergänzter Bereiche mit Lasuren
HowahlSpies-Restauratoren GbR als Nachunternehmer
Steinhof Restaurierung
Andreas Rentmeister
Dieffenbachstr. 35
10967 Berlin
UNESCO - Weltkulturerbe
Juli 2009 – Mai 2010
HowahlSpies - Restauratoren GbR -

Objektbeschreibung

Auf der Grundlage eines Entwurfs von Friedrich August Stüler von 1841 entstanden in einem ersten Abschnitt zwischen 1853 und 1860 die Säulengänge vor der Süd- und Ostfassade des Neuen Museums und an der Bodestraße. Nach dem von Heinrich Strack und Georg Erbkam aktualisierten Stüler-Entwurf wurden zwischen 1876 und 1878 die Kolonnaden am Spreeufer und hinter der Alten Nationalgalerie erbaut. Besondere Merkmale des Säulengangs am Spreeufer sind drei kleine, tempelartige Pavillons mit flachen Kuppeldächern, je einer an den Endpunkten und in der Mitte.
Die Kassettendecken in den Kolonnaden waren im Vorzustand stark geschädigt. Die Putze in den einzelnen Kassettenfeldern waren abgängig, hohllagig und stark sandend. Große Bereiche der Putze fehlten völlig. Die aufliegenden Fassungen standen schüsselartig auf. In weiten Bereichen fehlte die Fassung bereits vollständig. Die bauzeitliche farbliche Gestaltung der Kolonnadendecken an der Seite zur Bodestraße zeigte ein, die Stuckprofile begleitendes Eierstabmotiv sowie feine Linien in einem Perlstabmotiv. In wenigen Bereichen sind diese Motive erhalten geblieben. Die Restaurierungsmaßnahmen sahen eine Freilegung der jeweils bauzeitlichen Fassungen und deren anschließende Festigung vor. Die fehlenden Putz- und Stuckbereiche in Kassettenfeldern, in denen noch Bestandsflächen erhalten waren sollten erneuert werden und anschließend farblich dem historischen Bestand angepasst werden. Dabei konnten wiedergefundene Originalfragmente wie Rosetten und Zinkblechprofile verwendet werden.

HowahlSpies - Restauratoren GbR -

Die Kassettendecke an der Spreeseite zeigte großflächige Putzabplatzungen, vor allem an den Unterzügen. Hier fehlten nahezu alle Putzprofile, auf denen dann später die Zinkblechprofile montiert werden sollten.

HowahlSpies - Restauratoren GbR -

Untersicht eines Kassettenfeldes des an der Spree verlaufenden Kolonnadenabschnittes

HowahlSpies - Restauratoren GbR -

Schüsselartig aufstehende Malschichtschollen der Erst- und Zweitfassung. Vorzustand

HowahlSpies - Restauratoren GbR -

Zustand der Fassungen nach der Reinigung, Festigung und Freilegung der Erstfassung.

HowahlSpies - Restauratoren GbR -

Fassungen im Mittelfeld einer Kassettierung. Der linke Bereich ist noch unbehandelt, im rechten Bereich ist die Fassung bereits gereinigt, gefestigt und die Erstfassung freigelegt.

HowahlSpies - Restauratoren GbR -

Reinigungsproben im Mikrosandstrahlverfahren an den stark verdunkelten Fassungen in der Querkolonnade.

HowahlSpies - Restauratoren GbR -

Putz- und Stuckergänzung in einem Mittelfeld der Kassettierung. Die kleinen vertieft liegenden Stuckprofile wurden im Tischzugverfahren analog der historischen Werktechnik aus Gipsstuck hergestellt.

HowahlSpies - Restauratoren GbR -

Die Kassetten umlaufenden Flachprofile, auf denen später die Zinkblechprofile montiert werden sollten, wurden mit einem Kalkputz in Schablonentechnik vor Ort gezogen.

HowahlSpies - Restauratoren GbR -

Vollständig erneuertes Kassettenfeld.

  • 1 ¦
  • 2 ¦
  • 3 ¦
  • 4 ¦
  • 5 ¦
  • 6 ¦
  • 7 ¦
  • 8 ¦
  • 9 ¦
  • 10 ¦
  • 11